 |
Die Neun Zentren  | | Zentrum | Funktion | Biologie | | 1. | Kopf | Inspiration | Zirbeldrüse | | 2. | Ajna | Begriffliches
Denken | Vorder- und Hinterlappen der Hypophyse | | 3. | Kehle | Manifestation,
Kommunikation | Schilddrüse, Nebenschilddrüse | | 4. | G | Selbst,
Identität | Leber | | 5. | Herz | Ego,
Willenskraft | Thymusdrüse | | 6. | Milz | Instinkt,
Intuition | Immunsystem | | 7. | Sakral | Reaktion,
Sexualität | Eierstöcke, Hoden | | 8. | Solarplexus | Emotionen | Nieren,
Bauchspeicheldrüse | | 9. | Wurzel | Druck,
Stress | Nebennieren |
Im Human
Design ist alles Definierte verlässlich, alles Nicht-Definierte unzuverlässig
und offen für Konditionierung.
1. Kehl - Zentrum:
Das
Zentrum des Manifestierens - Sprechen und Handeln. Die biologische Entsprechung:
Schild- und Nebenschilddrüse - Stoffwechsel.
Ein Blick auf den Schaltplan:
das Kehl-Zentrum hat die meisten Tore, 11 Möglichkeiten der direkten Verbindung
zu sechs Zentren.
Alle Wege führen nach Rom, alle Energien streben
zum Kehl-Zentrum, um sich dort mit verbaler Kommunikation oder durch Tun = Machen
und Handeln auszudrücken und zu manifestieren.
Das definierte Kehl-Zentrum:
die Verbindungen zeigen Ihnen, wie Sie hier festgelegt sind:
- von woher
sprechen Sie - von woher handeln Sie, dauerhaft und zuverlässig.
Das
weisse Kehl-Zentrum : wie, wann und von woher Sie sprechen, hängt von äusseren
Kräften ab. Hier werden Sie im Sprechen und Tun konditioniert und beeinflusst.
Hier lernen Sie viel über verschiedene Arten von Kommunikation, sofern Sie
sich mit den äusseren Vorgängen nicht identifizieren. Sie dienen Ihren
Mitmenschen auch damit, dass Sie für sie Dinge aussprechen, die für
sie wichtig sind (Sprachrohr).
Das Kehl-Zentrum regelt in der Hauptsache
die sprachliche Kommunikation. Damit das Sprechen zum Tun führt, müssen
einer oder mehrere Motoren des Körpers mit dem Kehl-Zentrum verbunden sein.
Das Kehl-Zentrum selbst ist kein Motor.
Die
vier Motoren
2. Das Sakral-Zentrum
Das
Zentrum des Generierens - Bewegung, Vitalität, Schaffenskraft, Ausdauer,
Fruchtbarkeit und Sexualität. Die biologische Entsprechung: Keimdrüsen
(Eierstöcke, Hoden).
Ein Blick auf den Schaltplan: Das Sakral-Zentrum
ist ein Wirbel von Kräften. 9 Tore, die sich direkt mit 5 Zentren verbinden
können. Das Sakral-Zentrum ist ein Generator, der läuft und läuft
= Ausdauer. Wichtig ist hier das Regenerieren, das Ausspannen, das Wiederaufladen
der Batterien - sonst kommt es aus Uebermüdung zur De-Generation.
Die
Stärke des Sakral-Zentrum ist das Antworten, Reagieren aus dem Warten heraus.
Das ist kein passives Warten, sondern wie bei einem Tennisspieler ein Warten auf
den nächsten Ball, den das Leben uns zuspielt.
Das Sakral-Zentrum
kann sich ebenfalls äussern, nicht mit Worten wie das Kehl-Zentrum, sondern
mit Ur-Lauten wie Brummen, Knurren, Stöhnen, Seufzen, Jauchzen. Wenn es wartet,
bis es gefragt wird, kann es antworten, reagieren, sich äussern: "MHM"
heisst Ja, "N-n" heisst Nein, "Aehh" heisst, "ich weiss
nicht."
Definiertes Sakral-Zentrum : Warten können ist angelegt,
wenn auch nicht einfach. Die Frequenz der Kraft und Beharrlichkeit ist dauerhaft
und verlässlich, wenn das Sakral-Zentrum zugestimmt hat. Die Stimme der Urlaute
aus dem Körper ist ein sicherer Anzeiger des Energiepegels.
Weisses
Sakral-Zentrum
Wie die Kraft, Ausdauer und Sexualität gelebt wird,
hängt von äusseren Kräften ab. In jüngeren Jahren ist Sexualität
das grosse Fragezeichen: hier wird gelernt. Später hat sich vielfältiges
Wissen zu den Themen Sexualität und Vitalität angesammelt.
3.
Herz- Zentrum
Das Zentrum der Ich-Stärke und Willensstärke
(Ego), die Energie für die materielle Ebene. Die biologische Entsprechung:
Thymusdrüse, Herzmuskel, Magen und Galle.
Ein Blick auf den Schaltplan:
4 Tore als potentielle Verbindungen zu 4 Zentren. Hier geht es um die Bedürfnisse
auf der materiellen Ebene: Essen, Kleidung, Wohnung, Arbeit, Erziehung und Bildung,
Familie/Kinder/Geld verdienen - aber auch Erholung. Hier treffen sich aber auch
der materielle und spirituelle Weg.
Definiertes Herz-Zentrum
Ego
und Willensstärke als Antrieb auf der materiellen Ebene sollten sich nicht
beeinflussen lassen. Das Herz-Zentrum ist ein pulsierender Motor, entweder er
ist an oder aus. Wenn es zum Kehl-Zentrum definiert ist, sagt es :" ich habe"
oder "ich habe nicht."
Weisses Herz-Zentrum
Die Ich-Stärke
und Willensstärke sind von aussen konditioniert und gefärbt. Den Menschen
mit undefinierten Herz-Zentrum darf man nicht sagen :"Du musst nur wollen,
dann geht es schon........ Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg........."
Geborgte oder aufgezwungene Willenskraft kann das Herz und den Magen usw. krank
machen. Schützen kann man sich, indem man lernt, keine Versprechungen mehr
zu geben.
4. Das Wurzel-Zentrum
Druck,
Durchsetzungskraft, Stress, treibt die Evolution voran - auch Urbedürfnisse,
Urvertrauen. Biologische Entsprechung: Nebennieren, Adrenalin.
Ein Blick
auf den Schaltplan: das Wurzelzentrum kann nicht direkt mit dem Kehlzentrum verbunden
sein. Es ist aber die bei weitem elementarste Quelle der Energie in uns. Das Stress-Hormon
hilft uns, gefährliche oder anstrengende Situationen zu meistern. Es ist
nicht nur Motor, sondern auch eines der beiden D r u c k - Z en t r e n des Körpers.
Wir können es uns wie eine Tankstelle vorstellen: 9 Tore, die unterschiedliche
Kraftstoffe an 3 Zentren weitergeben.
Definiertes Wurzel-Zentrum
Der
Druck, zu sein, sich weiter zu entwickeln und sich dem Leben und der Welt anzupassen,
teilt sich dauerhaft den verbundenen Zentren mit und treibt die Prozesse voran.
Weisses
Wurzel-Zentrum
Der Stress wird als von aussen kommend erlebt. Allein ist
man völlig frei von Stress - bis Menschen, Tiere oder Transite eine Verbindung
herstellen und das Zentrum wecken.
5. Emotional-Zentrum
Das
Emotional-Zentrum ist auch unter dem Namen Solarplexus bekannt: Fühlen, Emotionen,
Sensitivität. Die biologische Entsprechung: Pankreas, Nieren, Nervensystem
= das Bauch-Hirn.
Das Solarplexus-Zentrum hat eine doppelte Funktion:
-
es ist der Motor der emotionalen Welt und zugleich ein Zentrum potentioneller
Bewusstheit.
Ein Blick auf den Schaltplan: es liegt symmetrisch zu dem
Zentrum links aussen, dem Milz-Zentrum, unsere älteste Bewusstheit und Wahrnehmung.
Das Emotional-Zentrum hat 7 Tore und kann mit 4 Zentren direkt verbunden sein.
Zunächst
einmal ist das Emotional-Zentrum ein Motor: seine typische Frequenz ist die Welle:
Hinauf/hinab, Hoffnung/Schmerz, himmelhochjauchzend/zu Tode betrübt, Erwartung/Enttäuschung,
Wechsel von Aktivität und Ruhe (Atmung und Verdauung).
Definiertes
Emotioal-Zentrum
Ist das Emotional-Zentrum definiert, stellt es immer die
innere Autorität dar. Da man sich immer in einer bestimmten Welle von Hoffnung/Schmerz,
Erwartung/Enttäuschung, Feinfühligkeit/Ueberempfindlichkeit befindet,
gibt es keine Wahrheit und Klarheit im Moment, sonder immer über Zeit. Es
gibt keine Wahrheit im Jetzt! Geduldig warten, bis die ganze Welle durchlaufen
ist und dann entscheiden. Nicht losspringen, weder auf dem Gipfel, noch im Tal.
Es geht natürlich nicht darum, Gefühle zu verdrängen, das ist schädlich.
Es geht darum, zu warten, bis die Motoreigenschaft aufgehört hat, bis man
innerlich still und nicht mehr nervös ist, und dann kann man entscheiden.
Geduld ist der Schlüssel zur emotionalen Stabilität.
Weisses
Emotional-Zentrum
Emotional offene Menschen spiegeln, was der emotional
Definierte aussendet. Nehmen sie dieses Spiegelbild persönlich, können
sie sehr verletzt werden, sich mit Schuld- und Schamgefühlen anderer belasten.
Oft haben sie Angst, abgelehnt zu werden und versuchen deshalb, immer lieb und
nett zu sein. Sie können sich schützen, indem sie sich aus der Aura
eines Menschen, in der sie sich nicht wohl fühlen, entfernen. Sie werden
dann sehr schnell wieder gefühlsneutral werden. Es ist ganz wichtig für
sie, keine emotionale Entscheidungen zu treffen. Lernen sie erst mal, diese Mechanismen
zu erkennen, fällt ihnen eine grosse Last vom Herzen.
Seine zweite
Funktion als potentielles Zentrum der Bewusstheit bringt uns zur nächsten
Gruppe der Zentren. Hier wird das Bauchhirn genauer erklärt.
Drei
Zentren der Wahrnehmung und B e w u s s t h e i t
Die 3 Bereiche
der Wahrnehmung und Bewusstheit sind Milz-, Ajna- und Emotional-Zentrum.
Im
Human Design hat nichts grössere Bedeutung für die Art und Weise, wie
Sie Ihr Leben erfahren und wahrnehmen, als die drei Zentren der Bewusstheit.
Die
Körpergrafik zeigt, welche der Bewusstheit verlässlich ist und welche
nicht. Ein Zentrum der Bewusstheit ist aktiv, wenn es definiert ist.
Ein
weissess Zentrum der Bewusstheit kann gründlich konditioniert, beeinfluss,
geprägt und gefärbt werden, viel tiefer als bei den Einwirkungen von
aussen auf die 6 mechanischen Zentren, die offen sind.
6.
Das Milz-Zentrum
Körperbewusstsein, Instinkt, Intuition und
Geschmack. Die "Witterung" aus dem Körper heraus. Das Immunsystem.
Ein
Blick auf den Schaltplan: es liegt symmetrisch zu dem Zentrum rechts aussen, dem
Emotional-Zentrum.
Das Milz-Zentrum hat 7 Tore und kann mit 5 Zentren
direkt verbunden sein. Tor 57 (intuitive Klarheit) ist ein Sonderfall, es kann
mit 3 Toren (34, 10 20) verbunden sein.
Das Milz-Zentrum ist unsere älteste
Bewusstheit und Wahrnehmung. Sie finden sie schon bei den Tieren als Instinkt,
als Witterung.
Es ist die Waschmaschine des Körpers, das Zentrum des
körperlichen Wohlbefindens, der Schlüssel zum individuellen Ueberleben.
Es hat als Zentrum der Reinigung viel mit der Gesundheit zu tun.
Zum Lymphsystem,
zur Immunabwehr, gehören 18 % der Zellen unseres Körpers, fast ein Fünftel
aller Körperzellen. Es ist unser ältestes "Gehirn" (das sog.
Fliesshirn), seit Jahrmillionen erprobt und daher sehr verlässlich. Hier
wird verarbeitet, was Riechen, Hören und Schmecken an Eindrücken bringen
und seine typische Frequenz ist im Jetzt. Die Stimme des Körpers, die
ohne Worte, sondern als Witterung oder Ahnung "aus dem Bauch heraus"
auf Gefahren hinweist, meldet sich nur einmal. Sie wiederholt sich nicht, dazu
hat sie keine Zeit. Das Milz-Zentrum ist k e i n Motor.
Definiertes Milz-Zentrum
Das
körperliche Wohlbefinden ist von aussen nur wenig beeinflussbar. Spontan
im Jetzt sein zu können ist das Geschenk, falls es die innere Autorität
darstellt. Die aktivierten Tore geben die Themen an, die genau festgelegt sind,
z.B. auch Aengste, die dem Ueberleben dienen.
Weisses Milz-Zentrum
Wann
und wie man sich körperlich wohl fühlt, hängt von äusseren
Kräften, von Konditionierungen ab. Qualität als höchstes Prinzip
ist in diesem Zentrum sehr wichtig, von allem das Beste: das beste Essen und Trinken
und viel Ruhe. Bei jeder Krankheit sollte man so lange im Bett bleiben, bis man
wirklich auskuriert ist. Vorsicht: nicht spontan entscheiden!
Allein ist
man frei von Angst oder Furcht, aber die Aengste und das Unwohlsein der andern
dringen wie durch ein offenes Fenster ein. Identifiziert man sich nicht damit,
wittert man sofort im Jetzt, ob jemand krank oder gesund ist. Viele Aerzte, Krankenschwestern
etc. haben ein weisses Milz-Zentrum.
7. Das
Ajna-Zentrum
Denken, Verstand, Analysieren, Vergleichen, Messen
- die mentale Welt. 3. Auge. Hypophyse.
Ein Blick auf den Schaltplan: das
mentale Zentrum hat 6 Tore, die mit zwei Zentren verbunden werden können.
Das Denken erhält vom Kopfzentrum (8. Zentrum, Krone) seinen Druck, Informationen
weiter zu verarbeiten, um verstehen, begreifen und zu wissen. Diese Vorstellungen,
Konzepte, werden im Kehl-Zentrum in Sprache umgewandelt. Dieses mentale Zentrum
ist k e i n Motor.
Der Verstand arbeitet vor allem über die Augen.
Hier wird visualisiert und der Verstand macht sich ein Bild. Seine typische Frequenz:
linear durch die ganze Zeit hindurch - Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft. Der
Verstand ist also so etwas wie eine Zeitmaschine.
Ueber eine mentale Entscheidung
kann immer wieder nachgegrübelt werden..... bis der Verstand begriffen hat,
oder weiss oder versteht. Der Verstand ist immer das Eine oder das Andere, er
pendelt hin und her. Es gibt dort also keine Gewissheit - und deshalb kann der
Verstand keine innere Autorität sein. Er kann zwar eine äussere Autorität
erlangen, indem man jemandem etwas erklärt - aber diese Person muss dann
wieder aus ihrer eigenen inneren Autorität heraus entscheiden.
Definiertes
Ajna-Zentrum
Bestimmte Wege des Denkens, des mentalen Verarbeitens von
Information sind festgelegt. Der Verstand macht also seine Arbeit auf verlässliche
Weise.
Weisses Ajna-Zentrum
Dass Denken kennt viele Wege. Das sind
die typischen Intellektuellen, die viele Bücher lesen und Kurse besuchen,
aber nichts wird als wirklich verlässlich erlebt.
Hier stellen einem
die definierten "Wegweiser" in den offenen Verstand: "Denk, sprich,
tu das, was ich Dir sage.... und Du wirst glücklich sein." Bis man merkt,
dass das alles von aussen konditioniert und gefärbt ist. Manchmal ist es
wertvoll, manchmal nicht. Wenn der Verstand entrümpelt ist, entsteht die
Gabe, die vielen Welten des Denkens kennen zu lernen und schliesslich weise zu
werden.
8. Kopf-Zentrum, Krone
Direkt
mit dem Ajna-Zentrum verbunden - Inspiration. Die Zirbeldrüse, die den Informationsfluss
zwischen den grauen Bereichen des Gehirns und der Hirnrinde (Neorcortex) steuert.
Ein
Blick auf den Schaltplan: Das Kopf-Zentrum ist ein Druckzentrum wie dass Wurzel-Zentrum
ganz unten. Es ist allerdings k e i n Motor. Es steht für den Druck, der
unsere Gedankenprozesse im Ajna-Zentrum schürt: mentale Begriffe zu formen,
Konzepte zu erarbeiten, Welt und Leben im Denken zu erfassen. Drei Tore führen
direkt zum Ajna-Zentrum:
- den Sinn zu finden, zu begreifen ( Tor 64) -
den Druck, zu formulieren, zweifeln, fragen, verstehen (Tor 63) - den Druck,
wissen zu wollen - die Grenzen der Erkenntnis (Tor 61)
Definiertes
Kopf-Zentrum
Inspiration festgelegt, begrenzt und verlässlich.
Offenes
Kopf-Zentrum
Inspiration von aussen. Hier kann die Weisheit entstehen,
zu wissen, was wirklich inspirierend ist.
9.
Das G-Zentrum
Das Selbst, die Identität. Biologische Entsprechung
sind die Leber, das Blut. Es ist der Mikrokosmos in uns, das höhere Selbst
mit zwei Aufgaben:
- 4 Tore geben uns die Themen der Liebe des Selbst (25,
46, 15 und 10)
- 4 Tore geben uns die Themen der Richtung des Selbst (2,1,7,und
13)
Die 8 Tore liegen in gleichem Abstand im Rad/Mandala und können
mit 4 Zentren verbunden sein.
Definiertes G-Zentrum
Eine bestimmte
Identität, eine feste Richtung. Eine spezifische Selbsterfahrung.
Weisses
G-Zentrum
Wenn Sie sich am falschen Ort befinden, sind Sie mit den falschen
Leuten zusammen. Liebe und Richtung sind nicht vorgegeben, sondern werden vom
Aussen konditioniert. Die Wahl der Menschen, unter denen Sie sich befinden, ist
enorm wichtig, weil die Richtung in Ihrem Leben beeinflusst wird.
 |
|  |